Thursday, 29 August 2013

Tag/Day 13-17 - Halbzeit / Half-time

Please find the English blog post below!
 
Ja, ja, die Zeit verfliegt ... ich habe heute mal nachgerechnet und siehe da, mit dem gestrigen Projekttag ist auch schon über die Hälfte des 4-Romanische-Sprachen-Projektes vorbei. Ein guter Grund mal eine Zwischenevaluation zu machen. Aber zuerst mal was ich den letzten Tagen so gemacht habe.
 
  • direkte und indirekte Personalpronomen
  • Demonstrativpronomen
  • Imperativ
  • haver vs ser = haber vs. ser
  • einige Ortspräpositionen
  • Vokabeln: Körperteile
  • Dialoge 6+7+8 & Vokabeln
 
 
Außerdem habe ich jetzt ein paar Tage lang viel mit Duolingo geübt, damit lassen sich vor allem Präpositionen/Fragewörter etc. besonders gut üben - halt diese ganz kleinen Wörter, denen ich immer zu wenig Aufmerksamkeit schenke, weil ich mir denke, eh klar, und dann am Ende die Sachen aber nur so ungenau kann, dass ich sie eigentlich gar nicht kann :-) Es bringt mich zwar manchmal an den Rand des Wahnsinns, wenn ich wieder alle meine Leben bei so einer Präpositionsübung verliere, aber es wird sich doch hoffentlich lohnen. Für alle, die Duolingo nicht kennen --> ausprobieren, am besten mit der App! Ich werde es sicher auch bald hier am Blog vorstellen.
 
 
Halbzeitresümee:
Bis jetzt habe ich ja hauptsächlich Grammatik und die auch noch theoretisch gelernt. Ich habe viel Zeit mit dem Projekt verbracht und unzählige verschiedene Themen bearbeitet. Aus den beiden Lehrbüchern IT und PT habe ich viele Vokabeln rausgezogen. Aber kennt ihr das Gefühl, ihr könnt eigentlich nicht mehr als vorher? Gestern hatte ich mal so einen absoluten Durchhänger (vielleicht eine unbewusste Halbzeitflaute) und ich hatte einfach gar keine Lust mehr, mir noch theoretische Grammatikerklärungen zu irgendwelchen Pronomen anzuschauen. Also habe ich einfach mal nur gelesen. Zum Beispiel einen sehr netten Text über die Insel Capri auf Italienisch (da muss ich mal hin) und einen kurzen portugiesischen Wikipedia-Artikel. Es macht gleich viel mehr Spaß, wenn man einen ganzen Text vor sich hat. Außerdem kann man dann die theoretische Grammatik im praktischen Satz erleben und analysieren. Der Wortschatz erweitert sich sowieso auch.
 
Basierend auf meinem gestrigen kurzfristigen Motivationstief habe ich nochmal die ganze Vorgehensweise überdacht: Es ist ja gut und recht, dass ich die bisherigen erarbeiteten Themen gelernt habe, aber jetzt muss echt was weiter gehen, um mein Ziel, eine solide Lesefähigkeit, zu erreichen. Was fehlt mir dazu:
Verben und Vokabeln!
 
Also Verben sind natürlich Vokabeln, aber ich meine die Verbformen. Keine Ahnung warum, aber nach den Lehrbüchern bin ich bei immer noch keiner Vergangenheitszeit angekommen. Von Zukunft und Subjuntivos/Conjuntivos gar nicht erst zu sprechen ...
 
Weg mit den Lehrbüchern, ich mache jetzt mein eigenes Programm. In den restlichen 3,5 Projektwochen will ich alle (üblicherweise verwendeten) Verbformen lernen. Ich bin überzeugt davon, dass wenn ich Zeit und Modus eines Verbs im Text erkennen kann, das Textverständnis gleich viel höher ist. Verbformen lernen ist ja praktisch nur auswendig lernen und was ein Subjuntivo/Conjuntivo ist, weiß ich Gott sei Dank schon :-) Sollte also ganz einfach sein, oder ?!?!!
 
Ja und Wortschatz braucht man sowieso immer. Das neue Motto lautet: Mehr lesen, weniger lernen. Aus gelesenen Texten schreibe ich mir sowieso immer brauchbare Vokabeln heraus und übertrage sie in meine Liste. Außerdem will ich noch ein paar Wortfelder erarbeiten, wie ich das schon bei den Körperteilen gemacht habe.
 
Die restliche Grammatik nehme ich ja sowieso über das Lesen mit bzw. habe sie bereits gelernt oder übe auf Duolingo. Was ich nicht (mehr) weiß, kann ich ja nachschlagen.
 
Die Zeit drängt, dichtes Programm für die restlichen Wochen. Schauen wir mal wie's läuft... an die Arbeit!
 
 
 
 
 
 
Yep, time flies ... I checked today and guess what, yesterday I already passed the half-time of my four-romance-language-project. A good reason to do an evalutation on the first half, but first, what have I been working on during the last days?
 
  • direct & indirect personal pronouns
  • demonstrative pronouns
  • imperative
  • haver vs. ser = haber vs. ser
  • some local prepositions
  • vocabulary: body parts
  • dialoges 6+7+8 & vocabulary
 
In addition, I've played a lot on duolingo. It's a nice gadget to practise prepositions/pronouns/question words etc. with. All these tiny little words that seem to be so easy to understand while studying them in theory but effectively you just don't pay enough attention to them and start mixing them up or using the wrong :-) Sometimes I get close to madness when loosing all my hearts on such a preposition exercise but I hope it's worth the pain. For those of you who don't know duolingo yet, try it here or best with the app. I'll soon speak about here on the blog.
 
 
Half-time-summary
As for now, I've mostly studied theoretical grammar. I've spend a lot of time on the project and worked on many different topics. From my workbooks I took a lot of new vocabulary. But have you ever come across this feeling that you basically haven't learn anything. Yesterday I had quite a bad lack of motivation (maybe an unconscious attack of half-time-depression) and I absolutely didn't feel like working through any grammar explications on anything. So I just spent my time with reading. For example, I read a really nice Italian article about the island of Capri (I have to go there!) or a short Wikipedia article in Portuguese. It's just so much more fun, when you work with a whole text. You discover and work with the theoratical base on a real thing plus you add up new words to your vocabulary.
 
Based on yesterday's low motivation I've been rethinking about the procedure. It's ok what I've learned so far but know I really have to hurry up in order achieve my goal of a solid reading capability. What I still need for this is:
Verbs & Vocabulary!
 
 
Well, verbs are vocabulary but I'm speaking about verb forms. I have no idea why, but my workbooks haven't led me yet to any past tense, not talking about future tense or subjuntives etc.
 
Workbooks, off from my desk, from now on I'll make my own programme. During the remaining 3.5 weeks I'll study all (commonly used) verb forms. I'm conviced, that recognizing time and  grammatical mood of a verb automatically boosts your text comprehension. Studying verb forms is basically just memorizing and what a subjunctive is, thank heavens, I already know. Sounds really easy, doesn't it ?!?!
 
And vocabulary is always important. The new motto: more reading, less studying. I always take out new interesting words and move them to my vocabulary list anyway. Additionally I want to work on more word fields as I've done it already with body parts.
 
The remaining grammar I can catch while reading or playing on duolingo. What I don't know/remember I can always look up.
 
Time's short, so let's go!
 
 
 

Tuesday, 27 August 2013

Tool #2: Anki

This blog post is only available in German - find more information about Anki in the link list provided at the end of the post.
 
Ich habe ja jetzt schon oft über Anki gesprochen, heute bringe ich mal ein paar Details. Was ist jetzt eigentlich Anki genau?
 
Laut Wikipedia ist Anki "quelloffenes Lernkartei-Programm, ursprünglich vorrangig gedacht zum Erlernen von Fremdsprachen, wegen seiner vielfältigen Einstellmöglichkeiten allerdings für das Einüben unterschiedlichster Inhalte geeignet."
 
Es geht also um ganz simples Karteikartenlernen, nur halt am Computer oder am Smartphone.
 
Der Clou an Anki: Es funktioniert nach der spaced-repetition-Methode. Was ist das jetzt schon wieder? Also prinzipiell geht es darum, dass der zeitliche Abstand, nach dem dir eine Karteikarte präsentiert wird, ansteigt, je öfter und je besser du die Karte gelernt hast. Das bedeutet, am Anfang wird dir eine Karte alle paar Tage gezeigt, später alle paar Monate/Jahre. Idealerweise wird dir eine Karte präsentiert kurz bevor du den Inhalt vergessen würdest.
 
Es geht also um langfristiges Vokabellernen und darum, den Wortschatz sukzessive ins Langzeitgedächtnis zu überführen. Dabei kann Anki eine echte Hilfe sein, ich habe es jetzt selbst mehrere Monate lang ausprobiert und bin sehr zufrieden. Ich habe sogar Wörter erlernt, die ich einfach so aus dem Wörterbuch gesucht habe und vorher noch nie verwendet habe. Es dauert dann zwar natürlich länger, bis man sich das Wort merkt, aber schlussendlich funktioniert es meistens auch.
 
Wie geht's los?
 
1.) Programm hier downloaden und am Computer installieren
 
2.) Auf der gleichen Seite ein Online-Konto erstellen und mit der passenden App synchronisieren (wer mag)
 
3.) Einen ersten Stapel erstellen oder einen öffentlichen herunterladen
 
4.) Ein paar Grundeinstellungen vornehmen und los geht's!
 
Was ist eigentlich so ein Stapel?
 
Ihr könnt euch das bildlich wie einen Stapel guter alter Karteikarten vorstellen , die ihr je nach Thema zusammenordnet. Ihr könnt viele unterschiedliche Stapel erstellen, ihnen verschiedene Namen geben, diverse Einstellungen zuordnen usw. Ich habe mehrere Sachen ausprobiert und mich schlussendlich dafür entschieden, einen Stapel pro Sprache zu führen. Näheres dazu habe ich vor kurzem in meinem Post über meine Vokabelliste geschrieben.
 
Bei mir sieht das dann so aus (am Anfang des Tages wären da noch viel mehr Zahlen geschrieben, aber ich habe heute schon ein bisschen gelernt):
 
 
 
Dass meine Stapel alle mit GWS beginnen, kommt noch von früher, als ich verschiedene Stapeltypen ausprobiert habe und ich habe mich einfach daran gewöhnt.
 
Ganz unten könnt ihr jetzt zwischen folgenden Funktionen auswählen:
 
Stapel herunterladen: Hier könnt ihr einen Stapel herunterladen, den ein anderer Anki-Nutzer öffentlich freigegeben hat. Sucht mal darin rum, es sind spannende Dinge dabei. Ich selber nutze das allerdings nicht, da ich mit meinen eigenen Stapeln viel besser lerne. Aber am Anfang ist es ganz hilfreich, damit man einfach mal Karten hat und die verschiedenen Funktionen austesten kann.
 
Stapel erstellen: Einfach anklicken, einen Namen vergeben und schon ist der Stapel erstellt.

Datei importieren: habe ich noch nie verwendet.


Wie erstelle ich gute Karteikarten?

Das ist natürlich eine gute Frage. Zuerst mal wie man generell eine Karte erstellt.

Wenn man seinen Stapel anklickt und auf "Hinzufügen" geht, kann man eine neue Karte hinzufügen. Bei mir öffnet sich dann ein solches Fenster:


Hier kann man nun die Karte nach Belieben füllen, es gibt alle möglichen Funktionen und Einstellungen. Man kann die üblichen Textformatierungen vornehmen, aber auch Bilder oder Audioaufnahmen hinzufügen. Das kann man übrigens auch per Drag & Drop. Wenn ich Bilder oder Aussprachebeispiele hinzufüge, speichere ich die Dateien aus dem Internet auf dem Desktop, ziehe sie in die Karte rein und kann sie dann später wieder vom Desktop löschen.
 
Wie ihr die Karte gestaltet ist ganz euch überlassen. Stellt euch einfach vor, ihr würdet eine klassische Karteikarte aus Papier beschreiben, wie würdet ihr sie beschreiben, bezeichnen (und jetzt halt auch betonen), damit ihr euch den Inhalt möglichst gut merkt.
 
Ich verwende hier immer mein Farbsystem, über das ich bereits im Zusammenhang mit meiner Vokabelliste gesprochen habe. Bilder und Aussprachebeispiele verwende ich meistens nur dann, wenn ich mir eine Karte gar nicht gut merken kann.
 
Wie weiß Anki, ob ich ein Karte kann oder nicht?
 
Indem du es ihm sagst. Nachdem dir die Lösung der Karte gezeigt wurde, kannst du markieren, ob sie gewusst hast (und wenn ja, wie gut), oder eben nicht. Dabei wird die Karte mit verschiedenen Intervallen versehen. Das hier ist die Standardeinstellung, die ich auch selbst immer noch nutze:
 
Neue Karte - nicht gewusst: 1 Minute (das heißt, sie kommt am gleichen Tag nochmal)
Neue Karte - gut gewusst: 10 Minuten (das heißt, sie kommt am gleichen Tag nochmal)
Neue Karte - sehr gut gewusst: 4 Tage
 
Fällige Karte - nicht gewusst: 10 Minuten (das heißt, sie kommt am gleichen Tag nochmal, wenn du sie dann weißt, wird sie dir am darauffolgenden Tag nochmal präsentiert, die Karte steht also praktisch wieder ganz am Anfang der Intervallreihe)
 
Fällige Karte - gewusst: je nachdem wie einfach dir die Antwort gefallen ist und wie weit die Karte schon nach vorne verschoben wurde, werden die Intervalle festgesetzt. Ich habe kürzlich eine Karte mal über ein Jahr weiter geschickt. Sie ist einfach so oft gekommen und die Antwort ist mir immer so einfach gefallen, dass Anki meint, es müsse mir die Karte erst in über einem Jahr wieder zeigen. Hoffen wir das Beste :-)
 
Wie oft muss ich jetzt lernen?
 
Naja, grundsätzlich ist Anki darauf ausgerichtet, täglich neue und fällige Karten zu lernen und zu wiederholen. Anki errechnet aufgrund der Intervalle, die ihr jeweils der Karte gegeben habt, aus, wann sie wieder fällig ist und zeigt sie euch am Fälligkeitstag. Ihr könnt selbst festlegen, wie viele neue und fällige Karte ihr pro Tag präsentiert bekommen wollt. Ich habe dazu 3 Einstellungen für Stapel definiert, die ich je nach Bedarf einsetze.
 
Standard: 10 neue, 40 fällige (derzeit nicht in Verwendung)
Intensiv: 20 neue, 60 fällige (für Sprachen, in denen ich schnell weiterkommen möchte, habe ich immer für Spanisch und Russisch aufgrund des Studiums eingestellt und derzeit wegen des Projekts auch für Französisch, Italienisch und Portugiesisch)
Passiv: 2 neue, 20 fällige (für Sprachen, die ich derzeit nicht aktiv lerne, ich aber natürlich am Ball bleiben will. Derzeit für Englisch eingestellt)
 
Ich habe verschiedene Limiteinstellungen ausprobiert und bin momentan bei diesen. Ich will zwar laufend neue Karten in den Stapel holen, der Fokus liegt aber am Wiederholen. Ich kann mir eine neue Karte meistens nicht sofort merken, ich muss sie öfter sehen. Außerdem hasse ich es, wenn mehr Karten fällig sind als ich präsentiert bekomme. Ich arbeite dann meist den ganzen Stapel auf :-)
 
Bezüglich der Einstellung müsst ihr einfach schauen, was euch am besten passt. Es ist auch eine Frage des Aufwands und der Konzentration. Wenn man jeden Tag 10 Stapel à 100 Karten bearbeitet, ist das schon ein enormer Aufwand und ob man sich alles gut merkt, ist eine andere Frage. Auf der anderen Seite ist es nicht sinnvoll, jeden Tag nur fünf Karten zu bearbeiten, wenn man seinen Wortschatz schnell erweitern möchte...
 
 
Anki errechnet also jeden Tag, welche Karten fällig sind und somit zur Wiederholung vorgelegt werden. Es kann natürlich auch vorkommen, dass mehr Karten fällig sind als mir maximal vorgelegt werden (vor allem wenn man mal einen oder mehrere Tage nichts gemacht hat). Dann zeigt mir Anki die Karten einfach beim nächsten Mal. Also wenn mein Limit 60 Karten sind, es aber 75 fällige Karten gibt, werden mir irgendwelche 60 gezeigt, die restlichen 15 werden auf den nächsten Tag verschoben (wo aber auch wieder andere Karten fällig sein werden). Die Karten rutschen also nach. Man kann sie aber auch alle aufarbeiten, indem man im Stapel unter "Benutzerdefiniertes Lernen" entscheidet, dass man heute ausnahmsweise mehr fällige Karten lernen will.
 
Nur der Vollständigkeit halber: Es können natürlich immer nur dann neue Karten präsentiert werden, wenn ihr regelmäßig neue anlegt :-)
 
 
So jetzt habe ich euch mal einen ersten Einblick in Anki gegeben. Für mich ist einfach ein super Tool und kann es euch wärmstens empfehlen. Man braucht am Anfang ein bisschen, um sich an die Funktionen zu gewöhnen und alles zu finden, aber es lohnt sich. Spielt einfach mal ein bisschen rum. Unten habe ich noch ein paar Linktipps für euch zusammengestellt.
 
Ach und das hätte ich fast vergessen, es gibt eben auch die App für das Smartphone. Wenn man sich online registriert, kann man über das Internet seine Stapel und Fortschritte auch mit dem Handy synchronisieren und mobil lernen. Ich nutze das ab und zu, um im Bus zu lernen oder wenn ich unterwegs bin.
 
Viel Spass!
 
Linktipps:
 

  • Aussprachebeispiele zum Dowloaden / Download pronounciation examples: www.forvo.com



  • My blog post about my vocbulary list as a preparational/organisational basis
 
 

Friday, 23 August 2013

Tool #1: Meine Vokabelliste

View the blog post in English below // Englische Version siehe unten
 
 
Heute möchte ich euch ein Tool vorstellen, das mir so gut wie jeden Tag beim Sprachen lernen hilft:
meine persönliche Vokabelliste
 
Eine Studienkollegin hatte mir mal erzählt, dass sie so eine Liste pro Sprache führt, in der sie alle Wörter einträgt, die sie lernen möchte und sie hatte da schon ein paar Tausend Vokabeln gesammelt.
 
Ich hatte damals gerade mit ein paar Schwierigkeiten beim Vokabellernen zu kämpfen. Ich habe immer schon viele Vokabeln zusammengetragen, habe Liste zu bestimmten Themen erstellt, Vokabelhefte zu Kursen geführt etc. Aber nach einer gewissen Zeit habe ich die Wörter aus diesen Listen vergessen, weil ich sie nicht mehr gelernt habe. Ich wusste dann immer noch genau, wo das Wort stand, aber an den Ausdruck selber konnte ich mich nicht erinnern. Was mir fehlte war eine Vokabellern-Routine.
 
Dieses Problem hatte ich ja eigentlich schon mit Anki gelöst, aber ich habe mich ein bisschen in dem Programm verloren. Ich hatte ganz einfach kein System. Ich habe ewig viele Stapel erstellt, zu bestimmten Kursen, zu Wörtern, die ich beim Lesen gefunden habe, zu bestimmten Prüfungen als Vorbereitung etc. Ich war damit aber überhaupt nicht zufrieden und eines Tages habe ich dann in einem Anflug von Wahnsinn alle erstellten Stapel (ca. 2.000 Wörter!) gelöscht. Ich dachte mir, du bist doch Sprachenstudentin, du solltest nicht von Kurs zu Kurs oder von Prüfung zu Prüfung denken und lernen, du lernst doch eigentlich dein Leben lang Sprachen und solltest das Vokabellernen auch darauf ausrichten.
 
 
Also kam mir diese Idee mit der Liste pro Sprache sehr gelegen:
 
1.) In meiner Liste pro Sprache kann ich alle Vokabeln, die mir begegnen, eintragen, egal ob sie jetzt für einen Kurs relevant waren oder sie mir einfach in einem Online-Artikel unterkamen.
 
2.) Ich habe das große Ganze vor Augen und sehe alles, was ich eigentlich können sollte.
 
3.) Ich kann mit dieser Liste gut arbeiten, ich kann sortieren, filtern, Informationen hinzufügen oder einzelnen Wörter für Speziallisten, zB für Übersetzungsprüfungen, herausziehen. Ein Beispiel für eine solche Liste habe ich euch in meinem letzten Post hochgeladen.
 
Wie schaut jetzt aber meine Vokabelliste aus? Hier das spanische Beispiel:
 
 
 
 
Spalte A + B - Deutsch & Fremdsprache
 
 
Wie ihr seht, habe ich ein bestimmtes Format, wie ich deutsche Wörter eintrage: Zuerst kommt das Ausgangswort, dann der Artikel (bei Substantiven) und wenn notwendig noch Spezifizierungen. Warum macht Sinn, immer dasselbe Eingabeformat zu verwenden?
 
1.) Ich kann die Liste alphabetisch sortieren.
2.) Ich füge neue Wörter immer ganz unten hinzu. Die Auto-Vervollständigung von Excel erkennt dann, ob ein Wort schon einmal eingetragen wurde und schreit.
3.) Ich kann mir leichter Duplikate in Anki anzeigen lassen, zum Beispiel:
 
 
 
Wenn ich nachschauen will, das "Hund" in allen meinen Sprachen bedeutet, suche ich einfach nach "Hund" in Anki und es kommen alle Karten die ich dazu angelegt habe.
 
In die zweite Spalte kommt immer der jeweilige fremdsprachliche Ausdruck. Dabei gebe ich keinen Artikel mit ein, sondern markiere Substantive nach einem bestimmten Farbsystem.
 
  • blau für maskulin
  • rot für feminin
  • grün für neutrale Wörter
  • violett für Pluralwörter

Dieses Farbsystem verwende ich schon länger und finde es eigentlich ganz praktisch für einen optischen Lerntyp wie mich. Es gibt keinen besonderen Grund, warum ich den fremdsprachlichen Artikel nicht anführe und den deutschen schon. Ich hab's mir halt einfach so angewöhnt.

Spalte C - Beispiel




Manchmal füge ich zu einem Wort noch ein Beispiel hinzu, zum Beispiel wenn ich es aus einem Text habe, schreibe ich den Satz dazu, damit ich den Kontext habe. Dann kann ich mich leichter daran erinnern.
 
Spalte D - Definition



Hier trage ich Definitionen aus einsprachigen Wörterbüchern ein oder Besonderheiten zu Grammatik oder Verwendung. Ich fülle diese Spalte nicht so oft aus, meistens bin ich zu faul, jedes Wort im einsprachigen Wörterbuch nachzuschlagen...
 
Spalte E - Tags
 
Diese Spalte nutze ich für meine persönliche Organisation, ich habe irgendwann angefangen, zu markieren, wie ich zu diesem Wort gekommen bin. Ich trage ein, in welchem Kurs wir es hatten oder ob ich es online gefunden habe. Aber das ist so ein persönliches Ding von mir. Man könnte aber auch Kategorien bilden, wie Tiere, Berufe etc.
 
Spalte F - Anki
 
Hier markiere ich mit x jene Wörter, die ich schon in den Anki-Stapel übertragen habe. Alle paar Tage lege ich neue Karte in Anki an, dann kann ich einfach nach den leeren Zeilen in der Excel-Datei filtern und sehe, welche noch nicht eingetragen wurden.
 
 
Ich arbeite sehr gerne mit Excel und für mich ist es am bequemsten, die Liste darin zu führen. Natürlich kann man das auch in jedem anderen Programm, wie Word oder OpenOffice, machen.
 
Viele behaupten, Anki sei das perfekte Tool zum Vokabellernen und es ist meiner Meinung nach auch wirklich eines der Besten. Aber mir würde es nur halb so gut helfen, wenn nicht meine Excel-Liste im Hintergrund laufen würde. Wie die Wörter von der Liste ins Anki kommen, erfährt ihr bald :)
 
 
 

Tool #1: My vocabulary list
 
 
 
Today I would like to present you a tool that I use virtually daily for language learning:
my personal vocabulary list.
 
A fellow student told me once that she had been using such a list for quite a while and that she had collected over a few thousand words in there.
 
I realized that this is the perfect tool for me, solving a big problem of mine. I've always collected vocabulary, created lists for several topics, had word books for my courses and so on. But after some time I simply forgot about the words I wrote down: I often remembered them being on a certain list but couldn't think about the expression anymore. What I missed was a practise routine for vocabulary.
 
This problem I had already successfully solved with Anki, but I got a little bit lost. I simply had no real system. I'm this type of person who would like to have the perfect organisation with categories and subcategories etc. So I ended up creating a lot of different decks for different languages, a deck for each course, a deck for words I came across when reading or as a preparation for special vocabulary exams. But I was not very satisfied and at one point I simply deleted all created decks (about 2.000 words!). I thought: I'm a language student, I should not think from course to course or exam to exam, language learning is a lifelong process and that's what I should focus on when learning vocabulary.

And so the idea with this per-language list came in pretty handy:

1.) In my list per language I enter all vocabulary I come across, no matter if relevant for a certain course or exam or if I was just interested in it while reading an online article.

2.) I can see the "whole thing". I have an overview of what I "should" know.

3.) I can work with this vocabulary list, I can sort and filter, I can add Information, copy relevant words to specified lists needed in translation exams, etc.

I started with a few words but soon it turned out to be addictive. I enter every new word I find, even if I already know the meaning. I want to make sure that I will "never" ever forget it. My hunting instinct is awaken.
 
But how does my list look like? As said, I have one list per language, as here for example Spanish:
 



 
Column A + B - German & translation
 
 
 
 
As you can see, my German column follows a certain layout: The basic word first, then the noun's article and, if needed, any specifications. Why this layout?

1.) I can sort my list alphabetically.
2.) I always add new words on the bottom and when using the same structure, the Excel auto-completition indicates me if a word has already been added.
3.) I can see duplicates in Anki easier, see here for example:
 
 

If I want to see what "dog" means in all my learning languages, I just search for it in Anki and it shows me "dog" in all decks in which I've already entered it.
 
In the second column I enter the foreign expression, in this example Spanish. I do not add articles in the foreign language, I only mark the nouns in different colours:
  • blue for masculine
  • red for feminine
  • green for neutral words
  • violet for plural words
I've been using this colour System quite a while I can recommend it if you are like me the optical type of learner :)
There is no important reason, why I do not add the article, it's just that I like the system with colours more. Also I don't know why I add the German article, because as I native I know them by heart, but it's just how I'm used to create wordlists and I automatically add it.
 
Column C - example
 
 
I sometimes add an example to the word. When I take it from a text, I add the sentence, because then it's often easier to remember.
 
Column D - definition
 
 
 
In this column I add definitions from monolingual dictionaries but also comments about the grammar or the usage. I do not complete it so often, because sometimes I'm just too lazy to doublecheck in a monolingual dictionary...
 
Column E - Tags
 
I just use this for my personal organisation, I started to add a tag with reference why I added the word. I write down the title of the course I heard it in, or when I worked on a big vocabulary topic like body parts a few days ago, when I got from "reading". That's just a personal habit. But you could do helpful things with it e.g. create categories and filter for them if needed, ...
 
Column F - Anki
 
I mark the words I've already transfered to Anki  with x . Every few days I copy new words from my list to Anki. I simply put a filter on "empty lines" in this column and there's an overview of which words I haven't transfered yet.
 
 
I prefer to have this table in Excel because you can do a lot of organization it, you can sort/filter easily, you can do quick checks with formulas etc. But basically you can create such a list with all other Tools like Word, Open Office,..

Some might say Anki is the revolutional and currently best tool to learn vocabulary and it is definitely one of the best, but it would only help me of half of what it does without my vocabulary list in the background! How the words get from this list into Anki you'll read soon here :)

 

Wednesday, 21 August 2013

Vocabulary list - body parts

Today I prefered not to work on grammar but to learn some new vocabulary. I thought about a good topic and decided to look up all the body parts.
 
It took me a lot of time to find all the words in all the languages (I seized the opportunity and also looked them up in English and Russian) but in the end I created a comparative table including 95 body parts (including organs, bones etc.)
 
 
 
It was really interesting to compare all the words next to each others. For some words the relation between the languages and their latin origin is so obvious, for other words all language have a different expression.
 
I've prepared a smaller table for you to download with facial parts, so can have a closer look on your own. Download here the English version as pdf.
 
Enjoy!
 
PS: A detailed blog post on how to create a vocabulary list like this and more explanations will follow soon,
 
Wortliste - Körperteile
 
 
Statt Grammatik zu Büffeln habe ich heute mal an meinem Wortschatz gearbeitet. Ich habe mir überlegt, welches Thema ich bearbeiten will und habe mich schlussendlich für Körperteile entschieden.
 
Es hat viel Zeit gekostet, die ganzen Wörter in allen Sprachen zu finden (ich habe die Gelegenheit genutzt und sie auch gleich auf Englisch und Russisch rausgesucht) aber schlussendlich habe ich eine vergleichende Tabelle mit 95 Körperteilen (inkl. Organe, Knochen etc.) erstellen können.
 
 
Es ist spannend, die Wörter so nebeneinander stehend zu vergleichen. Bei einigen sieht man die Gemeinsamkeit und den lateinischen Ursprung sehr deutlich, bei anderen kennen alle vier Sprachen jeweils verschiedene Ausdrücke.
 
Macht euch doch selbst ein Bild davon, ich habe eine kleinere Tabelle für euch mit den Teilen des Gesichts vorbereitet. Hier der Link zum Download der deutschen Version.
 
Viel Spass!
 
PS: Bald wird es dann auch einen ausführlichen Post darüber geben, wie man solche Vokabellisten erstellt, wie man daraus lernt etc.

 

Tuesday, 20 August 2013

Day 8-12 It's getting interesting

Find the German version below // Deutsche Version siehe unten
 
Well refreshed after my short vacation in Greece I took up my work on my project. It's getting really interesting as I come to topics I haven't learned in a few languages yet and my comparison of grammar gets deeper and deeper. I will soon start to post about some discoveries.
 
What did I work on during the last four project days?
 
  • possessive pronouns
  • preposition "for": para/por - pour - per
  • irregular verbs in present tense
  • comparative/superlative of adjectives
  • near future and some verbal constructions
  • dialogs 4+5 + vocabulary in my workbooks
  • expressing the time
 
 
 
 
 
Current language level
 
During vacation I was reading a lot and I also tried to read in Italian. One book was a collection of short crime stories by an Italian author. I read four or five stories and could understand more or less what it was about. But honestly said, I did not understand as I much as I hoped to. It seems that authentic literature without knowing the book from another language is at this point a bit to early for me. But I also read a nice bilingual book with short stories about Italy and its regions what was first of all quite interesting but it was also more motivating than the because I could switch between the Italian text and the German translation when necessary and I was even able to read a lot of paragraphs without help of the German text, as the language level is adapted to beginners of Italian.
 
So I'm quite satisfied with my current level of Italian but even more motivated to move on and learn more!
 
I also read a children's book in French, you might know Petit Nicolas? :) The book was really easy to understand and it seems my passive skills required from school are still there - yipieeeee

Next steps
 
Chapter 6 of my Portuguese books contains the personal pronouns in all cases. I'm looking forward to that, it's a new topic for me, also in Italian. In addition, a few more small things will occur, but what I'm desperately waiting for is past tense. I don't know any past tense in Portuguese but it's so important so I can't wait to come to this in chapter 9 :)


Tag 8-12 Langsam wird's interessant

 
Nach meinem kurzen Urlaub in Griechenland arbeite ich jetzt fleißig an meinem Projekt weiter. Es wird langsam richtig interessant, denn zum einen kommen jetzt öfters Themen, die ich in ein paar Sprachen noch nicht kann, zum anderen tauche ich immer mehr in den Sprachvergleich ein. Was ich dabei so entdecke, werde ich hier bald posten.
 
Woran habe ich in den letzten Projekttagen gearbeitet?
 
  • Possessivpronomen
  • Präposition "für": para/por - pour - per
  • weitere unregelmäßige Verben im Präsens
  • Steigerung der Adjektive
  • nahe Zukunft und ein paar Verbalperiphrasen
  • Dialoge 4+5 sowie die Vokabeln aus meinen Arbeitsbüchern
  • Ausdruck der Uhrzeit
 
 

Aktuelles Level
 
Im Urlaub habe ich viel gelesen, dabei auch ein bisschen auf Italienisch. Ein Buch war eine Sammlung von Kurzkrimis eines italienischen Autors. Ich habe vier oder fünf dieser Kurzgeschichten gelesen und mehr oder weniger verstanden, worum es gibt. Aber ehrlich gesagt, habe ich nicht so viel verstanden, wie ich es mir gewünscht hätte. Es scheint wohl, dass Originalliteratur, wenn ich das Werk nicht schon kenne, wohl noch ein bisschen zu früh für mich ist. Aber ich habe auch nettes zweisprachiges Buch über Italien und seine Regionen gelesen. Das war sehr interessant und vor allem auch motivierend. Man kann ja immer rechts die deutsche Übersetzung mitlesen, was ganz hilfreich ist. Ich konnte aber auch einige Absätze ganz ohne Nachschauen lesen, lag aber auch daran, dass das Sprachniveau in diesem Buch an Anfänger anpasst war.
 
Aber ich bin recht zufrieden mit meinem aktuellen Level und natürlich umso motivierter noch mehr zu lernen :)
 
Außerdem habe ich ein französisches Kinderbuch gelesen, ihr kennt doch sicher Petit Nicolas? Das Buch war sehr einfach zu verstehen und es sieht wohl so aus, als wären meine passiven Französischkenntnisse aus der Schulzeit noch da, juhuuu :)
 
Was kommt als Nächstes?
 
Im 6. Kapitel meines Portugiesischbuches kommen jetzt die Personalpronomen in allen Fällen. Ich freu mich schon, denn die kenne ich weder in Portugiesisch noch in Italienisch. Außerdem kommen noch ein paar andere kleine Dinge, aber was ich jetzt dann endlich lernen will, ist die Vergangenheit. Ich kann keine einzige Vergangenheitszeit auf Portugiesisch und dabei ist das so ein wichtiges Thema. Also freue ich mich schon auf Kapitel 9 :)
 

Friday, 9 August 2013

Off to Greece // Ab nach Griechenland

Tomorrow I'm off to week of vacation in Greece, precisely to the beautiful island of Corfu. I'm just packing my suitcase and thanks to my kindle I won't have to care about the weight of my books. I'll have a lot of titels with me, but I haven't decided yet what to read.
 


A choice of titles I'm eager to read:

The devil's cave - Martin Walker (English)
Bretonische Brandung - Jean-Luc Bannalec (German)
Death on tour - Janice Hamrick (English)
Cien años de soledad - Garbiel García Marquez (Spanish)
Un mese con Montalbano - Andrea Camilleri (Italian)
El prisionero del cielo - Carlos Ruiz Zafon (Spanish)
Смерть на Ниле (Death on the Nile) - Agatha Christie (Russian - translation)

I have also some audio books with me - sometime it's just too hot to read :-)

Auf Treu und Glaube - Donna Leon (German - translation)
A casual vacancy - J.K.Rowling (English)
Il commissario Montalbano e la lettera anonima (Italian - special version for learners)

And of course, still a few real books will accompany me:



I do not speak any Greek, but I find it interesting to get a short insight into the language. So my aunt gave me some of her old Greek phrasebooks and I bought a new one of a serial I really like.



 
 

I perfectly know, that I won't be able to read all these books, but I prefer to have the choice :)
 
The last days I was a bit busy with holiday preparation, birthdays etc. but also worked on my project. Updates on my progress will follow after my vacation.
 
λοιπόν, τα λέμε
 

Monday, 5 August 2013

Day 5-7 - Slightly changed the plan of action

Find the German post below // Deutsche Version siehe unten
 
As already stated in my last post, I wasn't completely satisfied with the outcome of the first project days. That's why I spontaneously decided to make a slight change in my plan of action. Instead of learning one topic in all four languages, then starting the next topic in all four languages at the same time/on the same day, I dedicate one day to one language. I start with Portuguese and follow the course as usual. In three hours you can proceed a lot when you're putting your focus on one language only. You have faster progress and it's easier to achieve this feeling of success. I started with Portuguese on Friday, all the learned topics I revised today in Italian. Tomorrow I will do the same for French and Spanish (both languages in one day, as my level is already higher)
 
I see several advantages in this change:
  • I do not need to move my books and papers all the time when switching between the languages
  • You can switch you brain to one languages, it's easier to stay focused
  • I'll reach new topics faster
  • It's easier to decide how much time to spend on one certain topic
 
 
A short overview on the topics I'm currently working on:
  • several irregular verbs in present tense
  • partitive article
  • reflexive pronouns and verbs
  • interrogative pronouns and Adverbs
  • numbers 100 - 1000
  • new vocabulary from the course book
 
 
On the weekend I read a bilingual book (Portuguese/German), what was really motivating, because I could understand a few sentences without using the German translation on the right hand sight. I plan to write reviews about material I use soon.

Keeping up the motivation with an espresso break


 Tag 5-7 Kleine Änderung im Schlachtplan

Wie bereits im letzten Post beschrieben, war ich noch nichts ganz glücklich damit, wie mein Projekt verläuft. Daher habe ich spontan entschieden, eine Änderung an meinem Plan vorzunehmen. Anstatt ein Thema in allen Sprachen am gleichen Tag zu lernen, widme ich jetzt einen ganzen Projekttag einer Sprache. Ich beginne eine Runde immer mit Portugiesisch und lerne die nächsten Themen aus dem Kursbuch, am nächsten Tag lerne ich sie dann für Italienisch usw. In drei Stunden geht echt was weiter, wenn man sich nur auf eine Sprache konzentriert. Außerdem tritt öfter dieses Erfolgserlebnis auf. Am Freitag habe ich mit Portugiesisch angefangen, alle behandelten Themen habe ich dann heute für Italienisch angeschaut. Morgen sind Französisch und Spanisch dran.
 
Ich sehe ein paar Vorteile in dieser Änderung:
  • Ich muss nicht immer meine Bücher und Unterlagen hin und her räumen, wenn ich zwischen den Sprachen wechsle
  • Ich kann mein Gehirn auf eine bestimmte Sprache einstellen und bleibe leichter konzentriert
  • Ich komme schneller zu neuen Grammatikthemen
  • Ich kann besser entscheiden, wie viel Zeit ich welchem Thema widme
 
Ein kurzer Überblick über die Themen, die ich gerade bearbeite:
  • einige unregelmäßige Verben der Gegenwart
  • Teilungsartikel
  • reflexive Pronomen und Verben
  • Interrogativpronomen und -adverbien
  • Zahlen 100 - 1000
  • neuer Wortschatz der Lektionen aus dem Kursbuch
 
Am Wochenende habe ich außerdem ein zweisprachiges Buch gelesen (Portugiesisch/Deutsch), das war sehr motivierend. Ich konnte sogar einige portugiesische Sätze verstehen, ohne die deutsche Übersetzung auf der rechten Seite zu brauchen. Ich will in Zukunft auch einen Teil des Materials, das ich benutze, auf dem Blog vorstellen.
 
Die Motivation ist immer noch hoch - vor allem nach einer Espressopause zwischendurch
 

Thursday, 1 August 2013

Day 2-Day 4: Between beginner's overview and hard core grammar

Find the German post below / Deutsche Version siehe unten
 
Today I finished lesson 1 of my Portuguese course book. What did unit 1 include:
 
  • a very short text as introduction (in this unit a poster)
  • a dialogue about a girl arriving at the Airport of Lisboa
  • a vocabulary list of all new words
 
  • gender of nouns (standard rules, without explaining exceptions at this point)
  • articles in singular and plural
  • nouns in plural (standard rules, without explaining exceptions at this point)
  • personal pronouns (in nominative)
  • conjugation of the verb  ser (to be) and a short explaination about the usage
  • regular verbs in present tense ending in -ar
  • the negation (simple form)
  • more details about pronunciation
  • numbers 1-30
 
This grammar chapters are essential at the beginning but, of course, explained on a superficial level at this point of the course book. I already knew about more about those topics and the grammar books I use explain it ver detailed. So I needed to find a balance between the basic and most important Information from the course and the exhaustive Information from the grammar books. Not only that at this point it would be unnecessary to know all exceptions in detail (some of them I even already know) but it's also a question of time. I can't spend two thirds of my daily time to all the irregular plural forms, especially as I would forget them immediately. I think I found a good middle way through it, deciding at each topic and for each language how deep I want to dig into it. Some points I will come across at a later point anyway.
 
Besides, I faced the issue, that I basically already knew everything I've studied in these three days. So I did not make a noticable progress, what was a bit frustrating. Of course, each repitition helps you to improve your level but I missed this special feeling, when you manage to understand something totally new. I'm convinced this will get better in the course of project, but I couldn't help feeling frustrated and bored at some point.
 
So what did I do?
The first day I mainly spent with gender and articles. There was really a lot to read, as I went more into detail on how to recognize the gender from word endings. That day, I thought I wouldn't be able to finish unit 1 in three days. But the other topics were much shorter. The next day I listened to the dialogue and added the new vocabulary to my list, applying the rules of gender, articles from yesterday. I did the same in the Italian book, the dialogue there was about a total different topic. Then I studied the plural and I learned myself more rules, also some irregularites which I found important. At the end of the time I could also check the personal pronouns and the verb to be in all languages. That was quick and easy, already knowing those things.
Today I finished the unit and I was really quick. I worked on the regular verb forms in present tense. At this point the course book only speaks about the verbs ending -ar but I revised also the verbs ending in -er and -ir. Same for Italian and Spanish. In French I went a bit more into detail about the some "regular irregularities" as verbs ending in -der etc.
I did not learn any irregular verbs. The simple negation is also very easy, it's just the particle não/non/no and the verb. The compound negation I'll study at a later point. The basic negation in French is compound, so I just revised ne...pas and will add the other forms later. I revised the numbers from 1-100 - I found 1-30 is too less.
 
I document now, what I did when and how much new vocabulary I added into my list (yes, I used to work in an accounting department :)):
 

I also started to compare some phenomena in all four languages, but I would like to wait a bit longer and study more before I speak about that. But here is already a comparison of the verb to be in present tense.
 
 
It's hard to say if you benefit here from similarity, I guess it's just studying for different verbs. But some facts are interesting, e.g. all four forms kept the m in the first plural (from Latin: sumus). Also the n in the third plural is still very present (from Latin: sunt). In Portuguese the n changed to a nasalized vowel, what is not unusual for a latin n in Portuguese. Italian added an s in the second singular, although the latin form is just es.
 
Which similarities/differences do you discover from this table? Play detective and leave a comment :)
 
 
 Tag 2 -Tag 4: Spagat zwischen Basis- und Profi-Grammatik
 
Heute habe ich das 1. Kapitel aus meinem Portugiesisch Kursbuch abgeschlossen. Was wurde darin vermittelt:
 
  • ein kurzer Einstiegstext in die Lektion (in diesem Fall ein Poster)
  • ein Dialog über eine junge Frau, die am Flughafen von Lissabon ankommt
  • eine Vokabelliste mit allen neuen Wörtern
 
  • das Geschlecht der Substantive (die Standardregeln, Ausnahmen wurden hier noch kaum angeführt)
  • die Artikel in Singular und Plural
  • der Plural der Substantive (die Standardregeln, Ausnahmen wurden hier noch kaum angeführt)
  • die Personalpronomen im Nominativ
  • die Konjugation des Verbes ser (sein) und eine kurze Erklärung über seine Verwendung
  • die regelmäßigen Verben im Präsens die auf -ar enden
  • die einfache Verneinung
  • mehr Infos zur Aussprache
  • die Zahlen von 1-30
Diese Grammatikkapitel sind sehr wichtig, werden aber natürlich am Beginn des Kurses nur oberflächlich behandelt. Ich habe aber bereits mehr darüber gewusst und in den Grammatikbüchern, die ich verwende, steht natürlich auch viel mehr Information. Also musste ich einen Mittelweg zwischen der Basisgrammatik und den erschöpfenden Ausführungen aus den Büchern finden. An dieser Stelle ist es auch noch nicht notwendig, alle Ausnahmen gleich zu können (außerdem kenne ich einige schon),und es stellt sich die Zeitfrage. Ich kann schließlich nicht 2/3 meiner Projektzeit mit den unregelmäßigen Pluralformen verbringen. Ich glaube, ich habe einen ganz guten Kompromiss gefunden und entscheide einfach je nach Thema und Sprache, wie weit ich ins Detail gehen möchte. Viele Dinge begegnen mir ja später sowieso wieder.
 
Außerdem hatte ich das Problem, dass ich eben alles, was ich wiederholt habe, schon mal gelernt habe. Das bedeutet, ich habe jetzt keine sichtbaren Fortschritte gemacht und das ist ein bisschen frustrierend. Schon klar, eine Wiederholung ist nie umsonst, aber es fehlt halt diese tolle Gefühl, wenn man etwas Neues gelernt und verstanden hat. Das wird dann schon noch kommen, da bin ich überzeugt davon, aber jetzt war ich doch manchmal ein bisschen frustriert und gelangweilt.
 
Was habe ich eigentlich gemacht?
Den ersten Tag habe ich hauptsächlich mit dem Geschlecht der Substantive und den Artikeln verbracht. Es gab viel zu lesen, denn ich wollte noch genauer wissen, wie man in den jeweiligen Sprachen das Geschlecht an der Endung erkennen kann. An diesem Tag dachte ich wirklich, ich könnte die 1. Einheit nicht in drei Tagen schaffen. Aber die anderen Kapitel waren dann viel kürzer. Am nächsten Tag habe ich mir dann den Dialog angehört und die neuen Vokabeln zu meiner Vokabelliste hinzugefügt. Das habe ich auch mit dem Dialog aus dem Italienischkurs gemacht, das Thema war allerdings ganz ein anderes. Dann habe ich mir den Plural zu Gemüte geführt und habe ihn um einiges genauer gelernt, als im Kurs beschrieben. Ich finde dieses Thema sehr wichtig! Dann habe ich mir noch schnell die Personalpronomen im Nominativ und das Verb sein in allen Sprachen angeschaut, das war sehr einfach.
 
Heute habe ich dann das Kapitel abgeschlossen, das ging sehr schnell. Ich habe mir die regelmäßigen Verbformen im Präsens angeschaut. Das Kursbuch erklärt an dieser Stelle nur die Verben auf -ar, aber ich habe gleich alle Gruppen wiederholt. Dasselbe natürlich auch in den anderen Sprachen. In Französisch habe ich mir noch ein paar Besonderheiten der Konjugation, wie die Verben auf -re, angeschaut. Unregelmäßige Verben habe ich keine neuen gelernt. Die einfache Verneinung war auch sehr einfach, man setzt einfach den Partikel não/non/no  vor das Verb. Die zusammengesetzte Verneinung kommt dann später. Die Basis-Verneinung in Französisch ist ja schon zusammengesetzt, ich habe mir heute aber nur ne...pas noch mal angeschaut. Die anderen Formen ergänze ich später. Dann habe ich nochmals die Zahlen von 1-00 wiederholt, 1-30 war mir zu wenig.
 
Ich dokumentiere jetzt mit, was ich wann wiederhole und wie viele neue Vokabeln ich meinen Listen hinzufüge (bin ja eine alte Controllerin :)):
 
 
Ich habe auch schon angefangen, die behandelten Kapitel wirklich zu vergleichen, bevor ich dazu aber mehr sage, möchte ich mir noch mehr Zeit nehmen und mehr lernen. Aber hier schon mal ein Vergleich des Verbs sein in allen vier Sprachen:
 
 
Also ich finde es jetzt schwer, einen Vorteil darin zu erkennen, dass man eine Schwestersprache kann. Es sind halt einfach vier Verben, die zu lernen sind. Aber man kann natürlich ein paar interessante Kleinigkeiten entdecken. Zum Beispiel behalten alle vier Sprachen das m in der 1. Person Plural (von Lateinisch: sumus). In der 3. Person Plural ist das n (von Lateinisch: sunt) noch sehr präsent, obwohl es sich im Portugiesischen zu einem Nasallaut verändert hat (nichts ungewöhnliches für ein lateinisches n im Portugiesischen). Das Italienische hat an der 2. Person Singular ein s hinzugefügt, ob wohl es im Lateinischen nur es war.
 
Welche Unterschiede/Gemeinsamkeiten entdeckt ihr? Geht mal auf die Suche und hinterlasst mir einen Kommentar :)